Rezension: Malte & Fynn: Dich nicht zu lieben 3 – Inka Loreen Minden

maltefinnInhalt:

Ein Abend in einem Stripclub kann dein ganzes Leben verändern …

Student Malte begleitet seine Freundinnen in den Stripclub „Hot Gods“ und verguckt sich dabei in einen der Stripper. Aber natürlich würde sich niemals so ein heißer Typ wie Fynn für jemanden wie ihn interessieren. Tja, bis der ihn nach dem Auftritt anspricht. Allerdings geht es dabei nicht um  die „Liebe auf den ersten Blick“, Fynn sucht einen Tanzpartner und hat dafür Malte auserkoren. Es folgen heiße Tanzstunden und heftige Zweifel.

Meinung:

„Malte & Fynn“ ist der dritte Teil der „Dich nicht zu lieben“ – Reihe, kann jedoch problemlos ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Inka Loreen Mindens Gay – Stories sind immer einen Blick wert. Und auch bei dieser Geschichte kann man nichts falsch machen.

„Mein Körper bebt und in meinem Magen wütet ein Sturm. Dieser Mann ist wie ein Tornado in mein Leben gefegt und reißt mein ganzes Ich mit sich. Ich fühle mich wie ein Blatt im Wind und weiß nicht, wohin es geht.“

In typischer Inka Loreen Minden – Manier geht es heiß zur Sache. Sexy, verzehrend und höchsterotisch. Schon bei der ersten Probe bin ich in Flammen aufgegangen. Holla, die Waldfee. Schweißbedeckte, gestählte Körper, die sich im Rhythmus der Musik miteinander bewegen, aneinanderreiben und mit jedem Atemzug Testosteron abgeben.

It’s gettin‘ hot in here, so take off all your clothes …

Student trifft auf heißen Stripper. Klingt auf den ersten Blick nicht sensationell und der Titel verrät auch schon den dramatischen Faktor, der in fast keiner Romance fehlen darf: Bekommen sie sich oder nicht? Gerade durch die Kürze kann man natürlich nicht erwarten, dass die Liebesgeschichte großartig in die Tiefe geht, aber trotzdem bin ich voll auf meine Kosten gekommen. Das Gesamtpaket stimmt einfach. Inka Loreen Mindens Geschichten begleiten mich nun schon fast 5 Jahre, ihre Gay Romance – Bücher haben mich auf den ersten Metern im Gay – Genre begleitet und auch heute lasse ich mich noch gerne von ihr unterhalten. Der Unterhaltungsfaktor war und ist hoch. Die Mischung machts und die findet man auch bei der neusten Gay Romance „Malte & Fynn“.  Romance meets prickelnde Erotik und minimalistisches Drama.

Fazit:

Eine Gay Romance – Novelle mit schweißtreibender Tanzkunst und einer romantischen Liebesgeschichte. Ein Muss für alle Inka Loreen Minden – Fans.

5 Stars

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dies & das #2: Nackte Tatsachen und neuer Lesestoff

dies&das

Kennt ihr das? Ihr seht ein Buch und müsst es haben, aber es ist soooo teuer, dass euch der Preis allein schon Tränen in die Augen treibt. So ging es mir wochenlang mit einem Bildband. Dylan Rosser hat Ende letzten Jahres eine Kickstarter – Kampagne gestartet, um sein bisher größtes Projekt „Naked Ibiza“ zu finanzieren. Nach langen Monaten des Wartens war es dann nun endlich so weit, der Bildband hat das Licht der Welt erblickt. Nachdem ich wochenlang widerstehen konnte, habe ich mir das Buch einfach selbst zum Geburtstag geschenkt und konnte es vor kurzem endlich in den Händen halten. Jetzt hab ich ein Buch im Regal stehen, das preislich mit meinen Fachbüchern mithalten kann.

Maskulinität in Reinform vor der wunderschönen Kulisse Ibizas

dylan

Aber die Investition hat sich gelohnt. Eine grandiose Arbeit, die definitiv einen Blick wert ist.

Die nicht jugendfreie Version gibt es hier *klick*
Amazon hat es aktuell wieder auf Lager. Also am besten gleich zuschlagen🙂
Naked Ibiza

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Aber das ist natürlich nicht alles. In den letzten Tagen gab es tolle Neuerscheinungen und Ankündigungen.

greyscale3infidel

Neben dem dritten Teil von Aleksa Rileys Greyscale – ungewiss, ist auch neuer Lesestoff von Sydney Stafford erschienen. Infidel verspricht spannende, actionreiche Stunden.
Ich freu mich schon auf Gerrit und seinen Kommandeur Olaf.

🌟 Trommelwirbel 🌟
Dirk ist endlich da!
Jetzt muss sich Mikes Bruder (Loving Silver) seinen wahren Gefühlen stellen.
Das Cover ist so heiß 😍

jace

 Jace … and no way back

Erinnert ihr euch noch an die „Wake Up Married“ – Reihe von Leta Blake? Die deutschen Leser dürfen sich freuen, bald erscheint nämlich die Übersetzung🙂

wakeupmarrieddeutsch

Überraschend … verheiratet!

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Buchmessen

Ich habe in den letzten Wochen etliche Anfragen für Treffen bekommen – von Autoren und Lesern – was mich natürlich unheimlich freut. Allerdings musste ich diese alle absagen. Ich werde nicht auf der Frankfurter Buchmesse sein, nicht auf der BuchBerlin und auch nicht auf der kommenden Leipziger Buchmesse. Die BuchBerlin schneidet sich sowieso mit einer Veranstaltung, an der ich teilnehme.
Mir haben all diese Treffen über die Jahre hinweg unheimlich viel Spaß gemacht, aber die zurückliegende Buchmesse in Leipzig war – im Nachhinein betrachtet – für mich persönlich ein fataler Fehler, der mich in eine tiefe Krise gestoßen hat. Man könnte sagen, es war der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Deswegen werde ich erst mal an keiner Buchmesse mehr teilnehmen.

Die Masken fallen. Das Alphabet des Lebens wird neu geschrieben.“
(Ernst Ferstl)

Ich wünsche euch aber ganz viel Spaß, viele tolle Treffen und natürlich Unmengen an neuen Büchern und viele schöne Erinnerungen und Fotos🙂

See you!

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dies & das #1: Gestaltenwandler und Neuzugänge

dies&das

Im Laufe der nächsten Wochen wird sich einiges auf „theworldofbigeyes“ verändern. Den Anfang macht eine neue Kategorie. In „dies & das“ fasse ich meine Facebookposts zusammen, damit es hier einerseits nicht so leer ist, bis ich wieder voll da bin, und zum anderen für alle Leser, die gerne einen großen Bogen um Facebook machen – was ich übrigens voll und ganz verstehen kann. An dieser Stelle möchte ich mich auch noch mal ganz herzlich zu dem Feedback zu „Toleranz endet nicht an der Grenze der eigenen Vorstellungskraft“ bedanken. Vielen Dank für die Kommentare, Mails, PNs auf Facebook und die ganzen persönlichen Worte. Eure Schicksale haben mich sehr berührt und ich wünsche allen, die selbst oder im Familien- oder Freundeskreis betroffen sind, viel Kraft und alles Gute❤

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empfehlung

prideDie letzten zwei Wochen hat mich eine Gestaltenwandlerreihe begleitet. Der erste Teil von Whitedell Pride ist bereits auf Deutsch erschienen. Ich hab mich direkt an das Original gehalten, da gibts nämlich schon 22 Bände. Ich bin derzeit bei Band 11 und kann sie jedem Gestaltenwandlergeschichtenliebhaber (was für ein langes Wort) nur empfehlen. Sie ist nicht wirklich spektakulär, es gibt dafür aber viele toughe Alphas, süße Gefährten, Herzschmerz, Dramen und einige Bösewichte, die den Pärchen im Weg stehen.

Deutsche Übersetzung: Jamie

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Neuzugänge

Prints

Die letzten Wochen sind zwar Unmengen Ebooks auf meinem Reader eingezogen, dafür aber keine Prints. Ich hab mir deshalb eine ellenlange Liste mit „must have“ – Prints eingerichtet, die ich nun nach und nach abarbeite 🙂  Gestern sind die beiden ersten eingetroffen.

ANEIRYN“ von Jona Dreyer / Riley Greene hat mich tagelang gefesselt. Ich bin Riaghán verfallen Ich hoffe, Halvor kann mit ihm mithalten, der schlummert nämlich schon auf meinem Kindle.

„Counting Daisies“ war ein absolutes Muss. Nach „Broken“ ist Nicola Haken definitiv eine meiner Lieblingsautorinnen. Außerdem ist das Cover in natura wirklich schön.

Toleranz endet nicht an der Grenze der eigenen Vorstellungskraft

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Ihr habt lange nichts mehr von mir gehört, um genau zu sein, fast drei Monate. Das hatte natürlich seinen Grund. Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Post online stellen soll oder nicht. Ich habe noch nie etwas derart Privates auf meinem Blog veröffentlicht, allerdings liegt mir dieses Thema sehr am Herzen und ich finde es erschreckend, dass es immer noch ein Tabuthema in unserer aufgeschlossenen Gesellschaft ist. Es geht mal nicht um Bücher oder das Gay – Genre, aber um Toleranz. Für die kämpfen wir doch alle. Und manchmal kann diese Toleranz auch Leben retten.

Erinnert ihr euch an „Broken“? Das Buch habe ich vor einiger Zeit vorgestellt. Es geht um einen Mann, der seit seiner Kindheit mit Depressionen kämpft. Ich lebe seit mehreren Jahren damit und habe vor kurzem einen guten Freund an eben diese Erkrankung verloren. Er hat sich mit gerade mal 32 Jahren das Leben genommen, weil er nicht „normal“ war. O-Ton seiner „gesunden“ Freunde.

Depressionen sind schwer in Worte zu fassen. Etwa 200 Millionen Menschen leiden weltweit unter dieser Krankheit. In Deutschland sind es ca. 5%, das entspricht ungefähr 4 Millionen Menschen (Quelle: Deutsche Depressionshilfe). Und genau so viele verschiedene Krankheitsverläufe gibt es auch. Ich kann nur aus meiner Erfahrung sprechen, aber eines kann ich euch sagen – Depressionen sind die Hölle, Selbstzerstörung auf Raten, ein dunkles Loch, ein Monster, das dir Lügen einflüstert. Viele glauben, dass man dabei trauert und sich einfach nur zusammenreißen muss. Das ist allerdings weit von der Realität entfernt. Natürlich ist man auch traurig, aber das ist nur ein Bruchteil dessen, was man fühlt, wenn man in eine Depression hineingleitet oder auch schlittert, wenn man mitten drinsteckt und wenn man dabei ist, herauszuklettern. Jeder Mensch erlebt Depressionen anders. Bei mir hat es mit einem allgemeinen Unwohlsein begonnen. Innere Unruhe und Niedergeschlagenheit. Es ist vermutlich eine ganz normale Reaktion, dass man versucht, etwas dagegen zu unternehmen. Man sucht nach einer Lösung, um wieder auf ein zufriedenes Level zu kommen. Aber das ist ein Wunschdenken. Irgendwann kommt der Fall. Und der ist tief und vor allem schmerzhaft und plötzlich sitzt man in dieser Schwärze und ist wie betäubt. Und dann kommt die Erkenntnis. Alles ist dunkel, der letzte Funken Hoffnung erloschen. Die einfachsten Dinge werden zu unüberwindlichen Hindernissen, man ist müde, entsetzlich müde und hilflos wie ein kleines Kind. Ich bin in dieser Zeit nicht dazu in der Lage, mich zu schützen. Alles dringt ungefiltert und ungehindert auf mich ein. Kurze Zeit später erstarrt man dann fast schon innerlich. Depressionen sind ein Quell an kontroversen Gefühlen. Deshalb muss ich mich zurückziehen, um mich zu schützen. Das ist ein Teufelskreis. Man fühlt sich wie der letzte Dreck. Unnütz, ungeliebt, unverstanden, wertlos. Und das ist nur ein winziger Teil der Symptome und Auswirkungen.

Wusstet ihr, dass alle 40 Sekunden ein Mensch durch Selbstmord ums Leben kommt? Es scheint für viele – nicht für alle – der letzte Ausweg aus der Depression oder auch anderen belastenden Situationen (z.Bsp. Mobbing oder ein Trauma ) zu sein (Quelle: Preventing suicide). Für mich war es das auch. Ich hab mich intensiv damit auseinandergesetzt. Möglicherweise hat mich die Depression auch zu meinem Studium gebracht. Als der Prof in der ersten Anatomievorlesung erklärt hat, wie man sich selbst am effektivsten in den Kopf schießt – das machen nämlich viele falsch – habe ich damit begonnen, alles in mich aufzusaugen. Möglicherweise hätte ich etwas ganz anderes studiert, wäre mir die Krankheit nicht in den Weg gekommen. Ich sehe jeden Tag die 15cm lange Narbe an meinem Unterarm. Es gibt Tage, da bin ich froh, dass ich vor 8 Jahren nicht verblutet bin, es gibt leider auch Tage, da könnte ich mir selbst in den Hintern treten, diese Chance vermasselt zu haben. Ihr seht, Depressionen und Depressive sind unheimlich kompliziert.

Wenn ich an meinen verlorenen Freund denke, dann bin ich traurig und auch sauer. Dieses junge Leben ist einfach ausgelöscht, dabei bestand doch die Möglichkeit, dass alles wieder gut wird. Und das alles nur, weil er normal sein wollte und es nicht konnte, weil er eben krank war. Weil sich andere Menschen anmaßen, jemanden verurteilen zu dürfen, der krank ist. Weil die Krankheit oft nicht als das wahrgenommen wird, was sie ist. Eine Krankheit, die u.a. auch zum Tod führen kann. Aber was ist denn schon normal? Meiner Meinung nach gibt es keine allgemeingültige Definition von „normal sein“. Es gibt gesellschaftliche Normen, an denen man sich orientieren kann, aber nicht muss. Normal ist das, was für einen selbst am besten ist. Was ist normal? Ein Haus im Grünen mit weißem Lattenzaun und den statistischen 1,6 Kindern oder die kleine 1 – Zimmerwohnung in der Großstadt? Realist oder Träumer? Seriöser Bankangestellter oder risikofreudiger und abenteuerlustiger Backpacker? Dick oder dünn? Groß oder klein? Welche Krankheit ist gesellschaftsfähig? Krebs oder MS oder doch Diabetes mellitus oder eher KHK? Normal ist relativ!

Es geht nicht darum, dass man sich in die Lage eines depressiven Menschen hineinversetzen kann, das ist schließlich nicht möglich, wenn man nicht selbst daran leidet. Ich kann mir nicht mal annähernd vorstellen, wie sich ein Krebs – oder MS – Patient fühlt. Wenn man es nicht selbst erlebt hat, dann kann man die Ängste, Probleme und Emotionen, die mit den Erkrankungen einhergehen, nur schwer nachfühlen. Man kann allerdings darauf achten, wie man sich Betroffenen gegenüber verhält, wie man sich über die Krankheit äußert und wie ernst man diese nimmt.

Das Problem

Zwischen Depressiven und Nicht – Depressiven besteht eine große Kommunikationslücke. Beide Seiten sind überfordert. Was ja auch nur allzu verständlich ist. Wie man da am besten vorgeht ist schwer zu sagen. Es hilft schon, wenn jemand da ist, auch wenn man am liebsten alleine wäre. Depressionen führen oft zu Isolation. Man kann nicht mehr mit Menschen umgehen, sie kaum noch ertragen, also zieht man sich zurück. Wenn es mir schlecht geht, dann verstumme ich, rede tagelang kein Wort und musste mich deshalb schon von anderen mit Vorwürfen und Anschuldigungen konfrontieren lassen, ohne mich wehren zu können, weil ich in dem Moment nicht ausdrücken kann, was in mir vorgeht. Das ist frustrierend und verletzend.

Was tun?

An die Betroffenen: Holt euch Hilfe. Scheut nicht davor zurück zum Arzt zu gehen oder eine Therapie zu machen. Das kann euer Leben retten. Wenn ihr keinen Ausweg mehr seht, dann wendet euch an jemanden an, der euch nahesteht oder an die Telefonseelsorge und bittet um Hilfe. Auch wenn es nicht danach aussieht, das Leben geht weiter. Wichtig ist nur, nicht aufzugeben.

An die Angehörigen und Freunde: Seid einfach da, sprecht dem Betroffenen Mut zu und bietet eure Unterstützung an. Wunder könnt ihr leider nicht vollbringen. Habt Geduld, haltet euch aber mit Ratschlägen und Vorwürfen zurück. Es geht an die Nieren, aber damit erreicht man wirklich nichts. Wendet euch an einen Arzt, wenn ihr nicht weiterwisst.

Vorurteile

Ein ganz großes Problem sind die Vorurteile, die viele im Bezug auf Depressionen haben. Sie sind – obwohl es schon große Fortschritte gab – immer noch ein Tabuthema, dessen Tragweite vielen Menschen nicht klar ist. Sie werfen mit Halbwissen um sich und verspotten Betroffene (un)absichtlich.
Stell dir vor, da sitzt ein Freund neben dir, der im Verborgenen mit dieser Krankheit kämpft und seit Wochen überlegt, ob er es dir sagen soll, und dann kommst du und lässt deine vielleicht wenig schmeichelhafte Meinung zu diesem Thema ab. Ich habe diese Erfahrung schon gemacht. Während meiner Studienzeit saß ich mit einigen Kommilitonen zusammen, als das Thema auf selbstverletzendes Verhalten kam. Ich war schockiert. Der Grundton war durchweg spöttisch bis fies. Von Empathie oder Verständnis fehlte jede Spur. Auch wenn mal selbst nicht davon betroffen ist, muss doch klar sein, dass das so gut wie niemand einfach so aus Spaß macht.

– Depression ist keine Krankheit. Reiß dich doch einfach mal zusammen! Traurig ist jeder mal.
– Einmal depressiv, immer depressiv.
– Depressiv wird nur, wer vorher schon psychisch labil war.
– Depressive wollen Aufmerksamkeit erzeugen.
– Depressive liegen den ganzen Tag im Bett und heulen.

Wenn ich so was höre oder lese, dann kann ich nur noch müde lächeln. Nichts davon ist auch nur im Ansatz wahr. Depression sind – bis auf wenige Ausnahmen – heilbar, manche Menschen haben jedoch ein erhöhtes Rückfallrisiko, manchmal liegt es aber auch einfach an der fehlenden oder mangelhaften medizinischen und therapeutischen Versorgung. Es ist eine Krankheit wie jede andere, wenn auch etwas abstrakter, aber sie geht ebenfalls oft mit körperlichen Symptomen einher, die sich in Herz-Kreislaufstörungen, Magen – und Verdauungsstörungen, Essstörungen, Schlafstörungen und Schmerzen niederschlagen. Depressionen können jeden treffen, in jedem Alter und in jeder sozialen Stellung – vom Manager bis zum Obdachlosen. Viele Depressive bewältigen ihren Alltag trotz ihrer Erkrankung. Vielen sieht man nicht mal an, dass etwas nicht stimmt. Man lernt mit der Zeit, wie man sich selbst austricksen kann, um das eigentlich Unmögliche möglich zu machen. Man rappelt sich auf, auch wenn es nur wenige Zentimeter sind, und funktioniert. Manchmal schafft man es nicht, aber das ist völlig in Ordnung. Man darf auch mal liegen bleiben. Wichtig ist nur, dass man wieder aufsteht.

Wie gesagt, ich bitte euch nicht darum, Depressionen verstehen zu können. Denkt einfach daran, dass es einen Menschen in eurem direkten Umfeld geben könnte, der an dieser Erkrankung leidet oder jemanden dadurch verloren hat, bevor ihr etwas sagt, das ihr hinterher bereuen könntet oder schlimmer noch, fatale Auswirkungen hat. Viele Depressive kämpfen um ihr Leben, da kann ein Wort ausreichen, um denjenigen endgültig über die Klippe zu katapultieren.

Ich hatte die letzten Monate selbst wieder einmal damit zu kämpfen. Und jetzt stehe ich wieder, wenn auch noch auf ziemlich wackligen Beinen, denn so eine Krise kostet enorm viel Kraft, wenn man nebenbei noch versucht, seinen Pflichten und seiner Arbeit nachzukommen. Ich hoffe, dass wir nun wieder mehr voneinander hören, das Bloggen hat mir nämlich sehr gefehlt🙂

See you!

Ways to

Links:
WORLD HEALTH ORGANIZATION
TelefonSeelsorge
Deutsche Depressionshilfe

Lesung „Tim Spohn & Svea Lundberg“ in der Weissenburg in Stuttgart

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Gestern Abend haben die Autoren Tim Spohn und Svea Lundberg in Stuttgart im schwul/lesbischen Zentrum Weissenburg gelesen. Der Gastgeber – der Weissenburg e.V. – hat vor, während und nach der Veranstaltung für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt. In entspannter, fast schon intimer Atmosphäre haben die beiden ihre allererste Lesung mit Bravour gemeistert, obwohl sie zu Beginn angedeutet haben, dass sie vor Aufregung möglicherweise die Flucht antreten würden. Was absolut nachvollziehbar war, mir wäre es nicht anders ergangen.

Die Autoren

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Tim Spohn und Svea Lundberg haben insgesamt 4 ihrer Bücher vorgestellt und nebenher auch ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert.

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Tim Spohn hat aus „Big Blind: Alles im Spiel“ und „Das Faustus-Institut “ gelesen. Da ich beide Bücher noch nicht kenne – aber bereits stolzer Besitzer der jeweiligen Ebooks bin, seit gefühlten 10 Jahren – war ich wirklich gespannt. Tim und ich hatten bisher kaum Berührungspunkte, deshalb war ich natürlich neugierig auf den Mann hinter den Büchern. Und was soll ich sagen? Ich bin positiv überrascht. Tim ist ein sehr sympathischer Mensch, der mit viel Humor und Charisma jeweils eine Szene aus seinen zwei Werken „Big Blind“ und „Das Faustus – Institut“ vorgetragen und einen Blick in seinen Schreiballtag und seine Inspirationsquellen gewährt hat.

„Das Faustus – Institut“ ist ein Urban Fantasy – Roman. Der Untertitel „Der Fluch des Noah Lindt – Band I“ gibt schon einen ersten Anhaltspunkt auf die Thematik des Buches. Es geht um einen Fluch, genauer gesagt, um Noah, der von einem Fluch belegt ist. Menschen, die ihm nahestehen, sterben urplötzlich auf tragische Art und Weise, deshalb meidet er menschlichen Kontakt. Das ändert sich jedoch, als ein junger Mann und eine junge Frau in sein Leben treten und ihn praktisch auf Schritt und Tritt verfolgen. Schnell wird ihm klar, dass ein Freund, der unglücklicherweise von einem Kran erschlagen wurde, nicht die verrückteste Episode in seinem Leben war.

In „Big Blind“ geht es um eine queere WG in Berlin, ein zusammengewürfelter Haufen Studenten, die das Leben gerade erst entdecken. Es gibt den neuen Mitbewohner Kai, David, der etwas überfordert ist mit Studium, Job und Ehrenamt und noch dazu in einem Saunaclub gerade den Typen an Land zieht, der vermutlich was Festes will, aber auch ein Auge auf Kai geworfen hat, ein lesbisches Pärchen, das die Yoga – Übungen gerne zu New – Age – Musik vollführt, Berkan, der nachts, hinter dem Rücken seiner Familie, seinem Leben als Dragqueen frönt sowie Freddy und Nick. Es geht um Freundschaften, die Liebe und die Entscheidung, wer man ist und wohin der eigene Weg führt.

Tim Spohn hat – soweit ich das aus den zwei Auszügen beurteilen kann – einen sehr angenehmen Schreibstil, der mir das ein oder andere Schmunzeln entlockt hat. Vom ersten Eindruck her dürfte „Das Faustus – Institut“ eher etwas für mich sein.

Außerdem hat Tim über seine zukünftigen Projekte geplaudert. Es wird ein zweiter Band seines Fantasyromans erscheinen, allerdings ist Band 1 bereits in sich abgeschlossen, man kann ihn also ohne Probleme lesen. Und für 2017 plant er einen Roman, der sich vornehmlich mit der aktuellen Refugee – Thematik befassen wird.

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Svea Lundberg hat aus „Kristallschnee“ und ihrem noch unlektorierten Roman „Zwischen Bühne und Bordell“ gelesen. Ich habe Svea bzw. Julia bereits in Leipzig kennengelernt und mich sehr gefreut, sie wiederzusehen.

„Kristallschnee“ hab ich erst vor kurzem gelesen, deshalb war die Geschichte noch recht präsent. Eigentlich sollte man meinen, es wäre langweilig, ein bereits bekanntes Buch vorgelesen zu bekommen, doch genau das Gegenteil war der Fall. Die ausgewählte Szene hat die Geschichte vortrefflich vertreten. Es ging nicht nur actionreich zur Sache, auch die beginnende Anziehung zwischen Jannis und Felix kam gut zur Geltung. Ich hatte sogar eine leichte Gänsehaut. Die Atmosphäre bei so einer Lesung ist einfach einzigartig.

„Zwischen Bühne und Bordell“ wird noch dieses Jahr im dead soft Verlag erscheinen und ist von einem ganz anderen Kaliber als „Kristallschnee“. Ich werde nicht viel dazu verraten, schließlich dauert es noch eine Weile, bis es auf den Markt kommt. Aber so viel sei gesagt, es wird düster und nachdenklich. Die Szene, die Svea vorgelesen hat, ist im 2/3 des Buches angesiedelt und hat einen sehr aufschlussreichen Blick in die Geschichte ermöglicht. Es wird schmerzhaft, gefährlich und dramatisch. Ich kann es kaum erwarten.

Neben dem oben erwähnten „Zwischen Bühne und Bordell“ wird es in naher Zukunft (Sommer oder Herbst 2016) noch eine Gay Romance geben, und zwar eine Fortsetzung zu „Kristallschnee“, die vermutlich den Titel „Kristallscherben“ tragen wird. Es geht darin natürlich um Jannis und Felix, allerdings bekommen die beiden Gesellschaft in Form eines auf Krawall gebürsteten Teenagers. Es bleibt also spannend.

Bücher, Bücher, Bücher

Ein weiteres Highlight neben der Lesung war der Büchertisch der Buchhandlung „Erlkoenig“ aus Stuttgart, die extra am Sonntag eine Auswahl an dead soft – Titeln zum Kauf angeboten hat. Neben einer signierten Ausgabe von „Kristallschnee“ ist auch noch ein Buch in meiner Einkaufstasche gelandet, das bislang ein reiner Coverkauf war. Ich konnte einfach nicht anders. Seit ich das Cover das erste Mal auf der Facebook – Verlagsseite gesehen habe, wusste ich, dass ich ein Printexemplar brauche, auch wenn ich die Reihe noch gar nicht kenne. Mein Coverfetisch hat wieder zugeschlagen, aber diese minimalistischen und intimen Schwarzweiß – Cover haben es mir gerade wirklich angetan.

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Fazit

Ein gelungener Abend in entspannter Atmosphäre, mit tollen Gesprächen und noch besseren Büchern, der unbedingt wiederholt werden sollte.

Rezension: Kristallschnee – Svea Lundberg

kristallschneeInhalt:

Als Streifenpolizist Jannis Wiesner und sein Kollege zu einem Fall von vermeintlicher häuslicher Gewalt gerufen werden, ahnt er nicht, dass dieser Einsatz sein ganzes Leben auf den Kopf stellen wird. Da ein Kind involviert ist, müssen sie das Jugendamt hinzuzuziehen. Felix Kulmbach nimmt sich schließlich der kleinen Amelia an und bringt sie vorerst in einer Pflegefamilie unter. Schnell wird jedoch klar, dass sich hinter diesem Fall etwas ganz Großes verbirgt. Felix, Jannis und Amelia finden sich plötzlich in einem Drogensumpf ungeahnten Ausmaßes wieder und müssen um ihr Leben fürchten. Kompliziert wird es dann erst recht, als Gefühle ins Spiel kommen. Gemeinsam kämpfen sie gegen mordlustige Drogenhändler und dunkle Schatten der Vergangenheit …

Meinung:

Gay Romance meets Krimi. „Kristallschnee“ ist kein gewöhnlicher Krimi, dazu steht die Liebesgeschichte zwischen Jannis und Felix zu deutlich im Mittelpunkt, man wird jedoch schnell in einen Fall verwickelt, dessen Ausmaße sich erst im Laufe der Geschichte zeigen. Interessant ist für mich der Handlungsort Stuttgart. Die Tatsache, dass die Geschichte direkt bei mir um die Ecke spielt, hat ein wohliges und heimeliges Gefühl ausgelöst.

Besonders hervorheben möchte ich die unterschwellige Spannung, die das komplette Buch durchzieht. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich musste wissen, wie es mit Jannis und Felix weitergeht und wer sich hinter dem Drogenhandel verbirgt. Die Krimihandlung ist überschaubar und ruhig. Das soll jedoch nicht bedeuten, dass diese langweilig ist, ganz im Gegenteil. Der Plot ist stimmig und überzeugt vor allem mit ruhigen Tönen, die immer mal wieder durch emotionale und actionreiche Ausreißer unterbrochen werden, die das Adrenalin kurzfristig in die Höhe schießen lassen.

Nicht zu verachten sind auch die Protagonisten. Während sich Jannis direkt in mein Herz geschlichen hat, musste sich Felix anstrengen, mit Jannis gleichzuziehen. Der dienstbeflissene Streifenpolizist mit dem großen Herzen ist auch wirklich heiß. Tätowierte Männer in Uniform und einer Schwäche für knuddelige Kampfhunde sind schon eine sexy Kombination. Felix wiederum ist deutlich komplizierter, ich würde fast schon sagen, anstrengender. Das liegt natürlich an seiner Vergangenheit und den schlechten Erfahrungen mit seinem Ex-Freund, unter denen dann auch Jannis leiden muss. Stellenweise ist er eine richtige Dramaqueen, aber irgendwie kann ich ihn auch verstehen. Wenn man tiefe Wunden davongetragen hat, möchte man dafür sorgen, dass so etwas nicht noch mal geschieht. Nach einigem Hin und Her hat aber auch Felix mein Herz erobert und gezeigt, was wirklich in ihm steckt.

Fazit:

Manchmal findet man in den schrecklichsten Momenten das größte Glück.
Wer einen reinen Krimi erwartet, ist hier fehl am Platz. Dafür bekommt man aber eine wunderschöne, wenn auch komplizierte Liebesgeschichte, Spannung, die von Seite zu Seite steigt und einen interessanten Plot, der das Unterbewusstsein beständig stimuliert und den Leser somit regelrecht an das Buch fesselt.

5 Stars

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 567 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 193 Seiten
  • Verlag: dead soft verlag (16. Januar 2016)
  • Preis: 5,99€
  • Hier kann man das Buch kaufen: Kristallschnee
  • Oder direkt beim Verlag *klick*
  • FB – Seite der Autorin: Svea Lundberg

Spin – Off „Kristallträume“

Kristallsträume

„Kristallträume“ ist eine schöne Ergänzung zu der Hauptgeschichte „Kristallschnee“. Nach glücklichen Monaten voller Liebe und Leidenschaft brennt Felix eine wichtige Frage unter den Nägeln. Leider schafft er es nicht, Jannis seinen Wunsch mitzuteilen und dessen Zustimmung einzuholen. Dadurch bringt er sich in herrlich komische Zwickmühlen und weckt in Jannis die Vermutung, dass Felix etwas vor ihm verbirgt. Aber was? Liebt er ihn nicht mehr? Hat er einen anderen Mann kennengelernt?

Zwischen heißen Wasserspielchen, machohaften Besitzansprüchen und peinlichen Situationen kommen die beiden ihren Antworten langsam, aber sicher näher.

Hier kann man es kaufen: Kristallträume

Info

Am 22. Mai 2016 um 18 Uhr liest u.a. Svea Lundberg in Stuttgart aus „Kristallschnee“ und wird  noch ein bisschen aus ihrem noch nicht veröffentlichten Roman „Zwischen Bühne und Bordell“ erzählen. Mit dabei ist auch Tim Spohn, der aus dem „Faustus-Instutut“ und „Big Blind“ lesen wird. lesung

 

 

 

Kurz & Knapp: Greyscale 2: unverhofft – Aleksa Riley

Greyscale-unverhofftInhalt:

„Nur ein Augenblick, ein einziger Schuss, und nichts ist mehr wie zuvor.“

Gerrit deBoer findet sich in einem Albtraum wieder. Obwohl die Operation in Afghanistan bis ins letzte Detail geplant wurde, gerät sein Team unter Dauerbeschuss und er in die Hände der Feinde. Drei Tage wird er gefoltert, bevor es seinen Männern – mit Hilfe amerikanischer Marines – gelingt, ihn zu befreien. Schwer verletzt wird er nach Deutschland geflogen. Es folgen Monate im Krankenhaus und der Reha. Versüßt wird ihm die unfreiwillige Zwangspause von seinem Brigadegeneral Olaf Jansen, der ihm, im wahrsten Sinne des Wortes, den Kopf verdreht. Doch kurz nach seiner Rückkehr überschlagen sich die Ereignisse und plötzlich scheint alles zu Ende zu sein.

Fazit:

Aleksa Rileys Debüt „Greyscale – unerkannt“ hat mich bereits überzeugt, im Nachfolger ist es ihr jedoch gelungen, noch mal eine Schippe draufzulegen. Während Teil 1 sehr actionlastig ist, wartet der Folgeband mit einer ansprechenden Mischung aus Militäralltag, zwischenmenschlichen Beziehungen und Problemen sowie emotionalen Komponenten auf.
Die Geschichte beginnt spannend. Wobei es das nicht ganz trifft. Der Beschuss und die Gefangenschaft bzw. Folter gehen einem ganz schön nahe. Eigentlich ist die komplette Episode eine reine Achterbahnfahrt, ein beständiges Hin und Her. Gerrit und Olaf sind so offen und verletzliche wie nie zuvor. Die beiden sind schon ein süßes Paar. Der toughe und impulsive Kommandosoldat, der vor lauter Verliebtheit nicht mehr ein und aus weiß, und der dominante General, der in Gerrits Nähe gerne mal seine weiche und neckende Seite herauslässt. Und im Bett sind die beiden einfach nur heiß. Wow!!! Es gibt ein neues Traumpaar in der „Gay Military Romance“.

Ich hoffe, dass Band 3 schnell erscheint, ich warte nämlich gespannt darauf, wie es weitergeht. Man bekommt zwar keinen Cliffhanger vorgesetzt, aber dennoch gibt es viele lose Enden, die auf Antworten drängen.
Von mir gibts eine klare Leseempfehlung und eine Bitte an die Autorin. Ich will UNBEDINGT ein Happy – End zwischen Gerrit und seinem General❤

Hier kann man es kaufen/leihen: Greyscale – unverhofft

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Kinder der Nacht … Kay Horvath gibt sich die Ehre

Der Erste EinsatzNach 2 Staffeln und insgesamt 16 Episoden haben sich Chris und Fabian fürs Erste verabschiedet. An die Stelle der „Spezialeinheit“ (Staffel 1/Staffel 2) ist jetzt „Der Ermittler“ getreten. Es geht um Kay Horvath, einen Kriminalkommissar beim BKA. Diesen höchstintelligenten und auf den ersten Blick sehr sonderbaren Herrn haben wir bereits mehrfach ‚getroffen‘.

Kay besitzt ein loses Mundwerk, sehr spezielle Eigenheiten, die seine Kollegen und Vorgesetzten hin und wieder in den Wahnsinn treiben, eine ausschweifende Fantasie und einen analytischen Verstand. All diese Eigenschaften machen ihn zu einem unersetzbaren Ermittler beim BKA. Sein erster Fall beschäftigt sich mit den „Kindern der Nacht“, den Vampiren. Eine junge Frau wird leblos in einem Studentenwohnheim aufgefunden – ausgeblutet. Schnell wird klar, dass es sich um einen Serienkiller handelt, dem man schnellstmöglich das Handwerk legen muss. Doch wie kommt man an einen Mann heran, der Menschen um sich scharrt, die für ihn lügen und alle Schuld auf sich nehmen?

Ich bin restlos begeistert. Die erste Episode der neuen Buchreihe ist nicht nur deutlich länger als gewohnt, sie überrascht auch mit viel Humor, ein bisschen Drama und spannender Ermittlungsarbeit. Kay ist anders. Er ist erfrischend ehrlich, unfreiwillig komisch und so niedlich, fast schon unschuldig. Ein besonderer Bonus ist auch das Wiedersehen mit einigen bekannten Gesichtern aus der „Spezialeinheit“.

Ich bin sehr gespannt, wie es mit Kay weitergeht. Man muss ihn einfach mögen. Ich wünsche mir so sehr, dass auch ihm das Glück über kurz oder lang hold sein wird. Ich bin ihm auf jeden Fall schon restlos verfallen …
Wenn Kay so weitermacht, läuft er Chris noch den Rang ab.

Klare Leseempfehlung. Sydney Stafford steigert sich von Episode zu Episode. Was wäre ein Monat ohne ein kleines Gay Military – Intermezzo?! Richtig, ein langweiliger🙂

Hier kann man sie leihen/kaufen: Der Ermittler: Kinder der Nacht (Episode 1)

Kurz & Knapp: Nuts About You (Nutty Romances #1) – Kate Lowell

nuts_about_you_nutty_romances_1Inhalt:

Nathan ist bis über beide Ohren in Vince verliebt, der tonnenweise Vogelfutter einkauft. Schuld daran ist ein Eichhörnchen, das seine Futterampeln/häuschen plündert. Was Vince nicht ahnt, Nathan ist ein Eichhörnchenwandler und macht es sich jeden Morgen und jeden Abend bei ihm im Garten bequem und sieht ihm beim Duschen zu. Dabei wandert natürlich die ein oder andere Nuss in Nathans Mund. Schließlich will er die Show mit allen Sinnen genießen. Eines Tages reicht es Vince jedoch. Als er Nathan mal wieder in Eichhörnchenform erwischt, wirft er ihm einen Schuh hinterher, um ihn zu vertreiben. Als er ihn dann wirklich trifft, ist er zutiefst schockiert. Verletzen wollte er das arme Kerlchen natürlich nicht. Also nimmt er ihn mit ins Haus. Nathan genießt Vinces Aufmerksamkeit. Er hat jedoch ein Problem: Seine Wandlung steht kurz bevor. Wie soll er Vince erklären, dass er kein normaler Mensch ist?

Fazit:

Wandlergeschichten sind sehr beliebt, bewegen sich allerdings immer in den gleichen Bahnen. Es gibt hauptsächlich Wölfe, Tiger, Panther, Löwen und (Haus)Katzen. Da ist dieses kleine Kerlchen eine willkommene Abwechslung. Ich habe unzählige Bücher über Wandler gelesen, aber keines war so süß, so lustig, so anders.

„So, a shapeshifter, huh?“
Nathan nodded.
„And you’re a squirrel?“
Nathan nodded again.
„And you don’t feel screwed at all by fate?“
„Huh?“
„I mean, shifters in books and movies are all werewolves and weretigers and stuff like that. It doesn’t suck being a weresquirrel?“

Warum sollte es nur große, gefährliche Wandler geben? Wusstet ihr zum Beispiel, dass Eichhörnchen kitzlig sind? Oder dass sie wirklich ALLE Nüsse lieben? Nein? Nun, dann müsst ihr diese Geschichte unbedingt lesen. Ich war von Anfang an ganz hingerissen von Nathan. Man muss sich das mal bildlich vorstellen. Da hängt dieses kleine Eichhörnchen an der Futterampel und sieht seinem Angebeteten ungeniert beim Duschen zu, während er sich genüsslich eine Nuss nach der anderen in den Mund schiebt und sich so ein kleines Pölsterchen anfuttert. Es geht also mal nicht um einen gestählten, selbstbewussten Alpha.

Die Geschichte ist so locker-leicht, so humorvoll und niedlich geschrieben, dass man nur so dahinschmelzen muss. Allerdings geht es stellenweise auch ziemlich heiß her. Also genau die richtige Mischung für ein kurzes und angenehmes Lesevergnügen.

Hier kann man es kaufen: Nuts About You (Nutty Romances Book 1)

Das könnte auch interessant sein:

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Tiersch verliebt  / Rise of the Alpha Squirrel

Gaybook’s of the Month: April 2016

Gaybooks of the month

Ich habe die „Gaybook’s of the Month“ ein bisschen optimiert. Da ich nicht alle Bücher, die ich so lese, rezensieren kann, bekommt ihr mit diesem monatlichen Beitrag einen kurzen Überblick über die Tops und Flops meines Lesealltags. Ihr könnt mich aber auch gerne auf Goodreads besuchen *klick*. Ansonsten wünsche ich euch viel Spaß und vielleicht das ein oder andere interessante Buch.

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TOP

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  • Will & Patrick – Happy Ending (Wake Up Married Book 6): Nein, ich werde jetzt nicht wieder zu schwärmen anfangen – keine Sorge🙂 Nach Monaten des Wartens, des Leidens und Liebens, bekamen Will und Patrick nun endlich ihr verdientes Happy – End. Ich freu mich so für die beiden❤ Nun warte ich ungeduldig auf die Spin-Offs.
  • Die Spezialeinheit – Lebenslänglich: Puh, diese Episode hat mich schwach gemacht. Schuld daran war nicht etwa das romantische Happy – End von Fabian und Chris, sondern der Herr Brigadegeneral Seeliger, Chris‘ Vater. Der hat mich wirklich ins Schwitzen gebracht. Wer hätte gedacht, dass sich hinter dieser Fassade so ein Dominanzbolzen verbirgt *hach*.
  • Broken: Dieses Buch hat mich schwer beeindruckt. Der Protagonist ist manisch – depressiv und findet plötzlich die Liebe seines Lebens. Interessanterweise verbirgt sich hinter dieser Geschichte eine wahre Begebenheit. Schonungslos ehrlich führt die Autorin den Leser in die dunkelsten Tiefen dieser Erkrankung, die so viele Menschen das Leben kostet.

allergutenkaktusmaltefinn

  • Aller guten Dinge…: Ich fand eigentlich bisher die Historicals der Autorin am besten, aber dieses Buch hat mich wirklich gefesselt. 3 Geschichten, neun Männer, 3 mal Liebe. Angetan hat es mir vor allem Benedikt. Der hat mir weiche Knie beschert. Puh!! Dominant und gleichzeitig herrlich weich. Cat T. Mad führt sexy, berührend und authentisch durch die drei Dreiecksbeziehungen. Bitte mehr davon … (Rezi in Planung)
  • Kaktuskavalier: Aw❤ So eine schöne Geschichte. Stimmig, humorvoll und romantisch. Cedric ist wirklich eine kratzbürstige Diva – stellenweise zumindest. Da passt der obligatorische Kaktus wie die Faust aufs Auge. Das Buch stellt einen starken Kontrast zu den eher „kinky“ angehauchten Geschichten dar, ist aber nicht weniger fesselnd und berührend. Ich liebe Lennard und Cedric … Wunderschön! Diva meets Hutträger. Witzig, romantisch und stellenweise sogar etwas dramatisch. (Rezi in Planung)
  • Malte & Fynn: Dich nicht zu lieben 3: Inka Loreen Mindens Gay – Stories sind immer einen Blick wert. Und auch bei dieser Geschichte kann man nichts falsch machen. Student trifft auf heißen Stripper. Man kann also davon ausgehen, dass es heiß wird. Schon bei der ersten Probe bin ich in Flammen aufgegangen. Holla, die Waldfee. It’s gettin‘ hot in here, so take off all your clothes … Eine erotische und berührende Liebesgeschichte … (Rezi in Planung)

young vampire whith blood flowing lips on a black backgroundzimtschneckenspezialeinsatzmitpaukenschlag

    • The Long Ride to Hell: Diese Geschichte fesselt von der ersten Seite an. Sie ist düster, traurig und unheimlich intensiv. Dorins Liebe zu Vlad ist sein Verderben. Man weiß von Anfang an, dass die Sache nicht gut endet wird, kann sich der Erzählung aber nicht entziehen. Wer düstere Settings mag und auf Vampire steht, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.
    • Von Zimtschnecken und Blaubeeren: Eine Geschichte, die direkt ins Auge geht – mir zumindest. Ich hab so geheult.
    • Spezialeinsatz mit Paukenschlag: Fall 4 in Sachen Liebe reicht nicht ganz an die Vorgänger heran, aber Spaß hat man dabei dennoch. Tröte und Justus sind einfach zwei Unika.  Ich bin gespannt auf den nächsten Teil.

Escort-Ebookuntilforevercomeskristallschnee

  • Ein bisschen Escort (Nachbar fürs Herz 7): Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Michaels Blick muss erst mit Nachdruck geschärft werden, damit er seine Oberflächlichkeit ablegt. Man kann vieles lenken, aber nicht, an wen man sein Herz verliert. Auch in der siebten Episode der ‚Nachbar für Herz‘ – Reihe geht es humorvoll zu. Potenter Pornostar mittleren Alters meets aus der Ferne schmachtenden Schriftsteller. Herrlich ….
  • Until Forever Comes (deutscher Titel: Bis die Ewigkeit kommt): Den ersten Teil Wake Me Up Inside (deutscher Titel: Erwecke mein Innerstes) fand ich recht langweilig. Teil zwei hingegen, entspricht schon eher meinem Geschmack. Es geht deutlich erotischer und actionreicher zur Sache. Miguel ist der düstere Held, Ethan wiederum der sanfte, humorvolle Part. Zur deutschen Übersetzung kann ich nichts sagen, aber das englische Original ist wirklich schön.
  • Kristallschnee : Diese Geschichte hat mich überrascht. Sie spielt in Stuttgart, also direkt bei mir um die Ecke. Das sorgt schon mal für eine heimelige Atmosphäre. Hinzu kommen noch zwei wirklich sympathische Protagonisten, ein spannender Krimiplot und ein zuckersüßer Kampfhund. Da kann einem nur das Herz aufgehen.

So lala

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  • Ausfahrt Liebe: Eigentlich bietet diese Geschichte ein enormes Potential. Der junge Sam macht sich auf die Reise seines Lebens. Zusammen mit dem Trucker Mitch fährt er einmal quer durch die USA und entdeckt nicht nur das Leben, sondern auch seine sexuellen Vorlieben. Bei mir ist der Funke aber einfach nicht übergesprungen. Ich fand es stellenweise langweilig. Schlecht ist es ganz sicher nicht, aber mich hat es nur bedingt überzeugt.
  • Save Me: Ich hab schon einige von Tharah Meesters Büchern gelesen und hab sogar zwei Favoriten (Die Zähmung des Prinzen/ Ein eisig kalter Lord). Die Autorin findet vielleicht nicht immer die richtigen Worte, aber sie hat ein untrügliches Gespür für Emotionen. „Save Me“ ist aber leider etwas kurz geraten.

Flop

woobie

  • The Woobie of His Dreams (deutscher Titel: Der Kuschelbär seiner Träume): Zu diesem Buch fällt mir wirklich nicht mehr viel ein. Die Grundidee ist gut, aber die Umsetzung wirklich schlecht. Da gibt es zwei Männer, die heimlich ineinander verschossen sind, nachts an den jeweils anderen denken und am nächsten Morgen urplötzlich zusammen aufwachen. Wie geht das? Den Protagonisten – und scheinbar auch dem Autor – ist das schnurzpiepegal. Man erfährt nicht, wie es dazu kam. Hallo?! Das ist dermaßen unbefriedigend. Man klappt das Buch zu und ist genauso schlau wie zuvor.

Re – Reading

thebrideKalt-wie-Eis-

  • The Bride – Das Bündnis von Halland: Cato und Arel – zwei Männer wie Feuer und Wasser. „The Bride“ ist definitiv eines meiner absoluten Lieblingsmärchen. Diese Liebe trotzt allem. Orks, Intrigen und der Kälte.
  • Die Kanada-Reihe: Mathilda Graces Ex – Navy Seals haben sich schon lange in mein Herz geschlichen und werden immer wieder gerne gelesen. Mein Favorit ist allerdings Band 2 Kalt wie Eis. Macs Geschichte ist so herzzereißend *seufz*.